24. September Grenzübergang von Sambia nach Zimbabwe. 
Regularien für die Einreise nach Zimbabwe:
Vollständige Covid-19 Impfung und
Vorlage eines PCR Tests, nicht älter als 48 Stunden (in den Nachbarländer 72 Stunden, bei der Einreise nach Namibia darf der Test 7 Tage alt sein). 
Also vergleichsweise strenge Regeln, die "zimbabwisch" umgesetzt wurden. Weder unseren Impfpass noch den PCR Test wollte irgendjemand sehen... 
Am Schalter wird der Mund- Nasenschutz, den jeder tragen muss, zwecks besserer Verständlichkeit beim Sprechen heruntergezogen. 
Die geltende nächtliche Ausgangssperre (von 22.00 Uhr bis 06.30) soll wohl eingehalten werden. Aber zu der Zeit ist sowieso kaum jemand unterwegs, ist ja dunkel! 

Der Wasserstand im Viktoria Wasserfall ist zur Zeit auf der sambischen Seite sehr niedrig. Bei der Überfahrt über die Grenzbrücke keine spektakulären Einblicke.

Wir haben eine top Unterkunft in Viktoriafalls.  Angegliedert ans N1 Hotel  im Camp, welches wir als einzige Gäste beziehen. Tropischer Garten, Swimmingpool inmitten der touristisch geprägten Stadt. 
Rundum gibt es ein großes Angebot an Stein-skulpturen überwiegend für den touristischen Markt. Aber vereinzelt findet man auch noch Werke bedeutender Künstler. Früher gab es hier Galerien, die hochwertige Objekte im Angebot hatten. Von dem ehemaligen Bestand ist die eine oder andere Skulptur noch vorhanden. Z. B. Ein größeres Objekt von Henry Munyaradzi für 26.000 Dollar... Da braucht's einen reichen Asiaten oder Amerikaner... 

Wir bummeln durch die Stadt und treffen manch' alten Bekannten.
Maskenpflicht in Innenbereichen und auf der Straße ist hier obligatorisch, wird aber lässig gehandhabt.

In unserer Unterkunft, im N1 Hotel in Viktoriafalls, wurde uns eine Castingshow "vom Feinsten" geboten! 
Das Hotel ist so gut wie leer und auf dem anliegenden Camp sind wir die einzigen Gäste. Der sympathische Hotel Manager hat den Außenbereich für einen Nachmittag an junge Leute aus Viktoriafalls vermietet. Diese lieben Castingshows scheinbar noch mehr als "unsere Youngster". Wir kommen in den Genuss einer unglaublichen Show! 

Nach anfänglicher Hiphop Vorführung , Karaoke mit spontanen Tanzeinlagen. 

Modeshow mit kritischer Jury. 

Traditionelle Tänzer. 

Und das Highlight... die Muskelmännern. 
Alle Beteiligten waren so aufgeregt und ernsthaft bei der Sache! Insgesamt 5 Stunden lang. Ein unterhaltsamer Nachmittag. Sie waren stolz, uns als - einzige - Zuschauer zu haben. 

Auf dem Weg zu den Viktoriafalls! Einlass nur durch Sicherheitsschleuse mit Ganzkörperbenebelung. Was für eine verrückte Welt! 

Die Urgewalt dieser Wasserfälle zu erleben, ist immer wieder ein großartiges Erlebnis. Auch wenn wir jetzt im September einen ziemlich niedrigen Wasserstand haben. Im Frühjahr ist das meiste Wasser in den Fällen. Dann kommt man jedoch nicht trockenen Fußes durch den Park. 

Überall freundliche gut gelaunte Menschen. 

Wir sind jetzt bereits einige Tage in Vic Falls, im N 1 Hotel und kommen mit vielen Menschen ins Gespräch. Nicolas, der Empfangschef hat uns ins Herz geschlossen und uns mit seiner kompletten Familie bekannt gemacht.
Josef organisiert Großwildjagden. Es gibt sehr viele Elefanten in dem Gebiet Botswana/Sambia/Zimbabwe/Namibia. Manche sind der Meinung, dass es zu viele gibt. Es kommt zu "regulären" Abschüssen, über die nicht viel geredet wird. Josef wird eine Gruppe Europäer in ein abgelegenes, offiziell freigegebenes Jagdgebiet in Zimbabwe führen. Für den Abschuss eines Elefanten werden 50.000 US-Dollar gezahlt. 

Blick in die Küche des Three Monkeys. Ein ansprechendes Restaurant mit ordentlicher Küche im Zentrun von Viktoriafalls. Preise vergleichbar mit denen, die in Deutschland für Getränke und Essen verlangt werden. Für Zimbabwer, die nicht mindestens zur gehobenen Mittelschicht gehören unerschwinglich. Überwiegend von weißen Touristen besucht. 
Außer dem Three Monkeys gibt's noch die Brauerei, die aber nur am Wochende Essen anbietet. Sowie ein Fast Food Restaurant. Ansonsten sind alle Cafés und Restaurants geschlossen. Der Tourismus ist noch nicht wieder in Fahrt gekommen, auch wenn wir hören, dass es zunehmend mehr Besucher gibt. 
Wir wundern uns, wie die vielen Curio Shops und die fliegenden Händler überleben können. Holzschnitzereien werden so preiswert angeboten, dass man sich fragen muss, was daran zu verdienen ist. Manchmal wird ein Tausch gegen Schuhe oder Bekleidung, die man trägt vorgeschlagen. Verzweiflung pur. Eine Dame, der wir eine "Talisman Kette" (2 Dollar) für unseren Toyo abkaufen, bittet uns etwas für 5 Dollar auszusuchen, damit kann sie sich Lebensmittel kaufen. 
Es ist schwer in der Touristen Stadt zu überleben, wenn die Touristen ausbleiben. 

Ist es nicht schön! 
Eine liebevoll gearbeitete Miniaturwelt! 

Ein Elefant aus Getränkedosen. An Kreativität mangelt es nicht! 

Auch wenn man es in Viktoriafalls gut aushalten kann, verlassen wir das touristische Zentrum Richtung Hwange Nationalpark. Juliette, eine Rangerin des Parks begrüßt uns als "alte Bekannte" am Gate zum Robins Camp. 
Wir freuen uns auf interessante Tierbegegnungen und die besondere Atmosphäre der Wildnis in die wir für eine Woche abtauchen. 

Nach einer wilden Woche in der urwüchsigen Natur des Hwange Parkes sind wir zurück in der "Zivilisation". 
Abgelegene Bush-Camps, vielfältige Landschaft von absoluter Dürre bis hin zu ersten grünen Austrieben, bezaubernde Sonnenauf- und untergänge, ein heftiges Gewitter, anrührende und aufregende Tierbegegnungen, interessante Kontakte mit den wenigen anderen Touristen. Alles dabei. Die Straßen und Wege im Park sind gut befahrbar, von Reifen- oder anderen Pannen sind wir verschont geblieben. 
Sobald das Internet stabil genug ist, gibt's auch visuelle Eindrücke der letzten Woche. 

Der Hwange Nationalpark ist riesig, halb so groß wie Belgien, wobei er allerdings nur im nördlichen Teil erschlossen ist. Man kann Pirschfahrten in ganz unterschiedlichen Landschaften genießen. Übernachtungen werden im großen Maincamp angeboten, in vielen luxuriösen Privatcamps oder in so genannten Bush-Camps, die wir favorisiert hatten. Hier ist man allein oder höchstens mit einem anderen Camper mitten in der Natur. Manche Bush-Camps sind mit einem Zaun vor wilden Tieren "gesichert" aber nicht alle. 
Auf dem Bild das Detema Bush-Camps, mit einem Hide an der Wasserstelle und einem Sanitärhäuschen. 

Wir haben mehrere Büffelherden gesehen mit imposanten Schwergewichten. Löwens Lieblingsspeise, häufig folgen Löwen den Büffelherden. 

Ich sitze frühmorgens, bei Sonnenaufgang, auf einem Hochsitz, da ich hier Internetempfang habe. Die neugierige Giraffe schaut mir zu. 

Antilopen 
Kudus am Wasserloch des Masumadams. 
Für Insider: Das Camp konnten wir nicht buchen, es war bereits von Lokals, weißen Farmern, reserviert. Die Herren; Hände wie Bratpfannen; einen Händedruck, wie ich ihn nicht nur coronabedingt schon sehr lange nicht mehr gespürt habe. 
Ranger Godfrey war gerade zurück im Maincamp, timeout. Daher nur ein kurzer Besuch auf der Durchreise ins Shumba Camp. 

Eine Rappen- bzw. Säbelantilope. Die weiblichen Tiere sind braun, wobei die männlichen, wie dieses Exemplar tiefschwarzes Fell haben und imposante Hörner. 

Ein Wasserbock. 

Scheue Zebras. 

Gnus, meine Lieblingsantilopen. Ich finde sie wirklich hübsch!

Der Baboon wundert sich auch, warum ich so früh morgens bereits auf dem Hochsitz bin. Nicht nur wir beobachten die Tiere, wir werden auch von ihnen genau beobachtet. 

Blick auf's Wasserloch im Detema Camp (sehr empfehlenswert) mit allerlei tierischem Gewusel. 
Weiterfahrt über Masuma Dam ins Shumba Bush Camp. 

Das Shumba (Löwe) Camp liegt etwas abseits der dazugehörigen Wasserstelle. Vom Camp zur Aussichtsplattform sollte man nur zu Fuß gehen, wenn man meint, schneller als ein Löwe laufen zu können. Wir fahren! 
Die Landschaft ist einzigartig. Weites Grasland, bei Sonnenuntergang in liebliche gelb-orange Farben getaucht. Wie man sich Afrika vorstellt. Löwen sehen und hören wir nicht. Aber nachts zieht ein heftiges Gewitter durch. Im Camp ein großer Affenschlafbaum. Die Baboons haben scheinbar große Angst. Lautes Kreischen und Kämpfe untereinander begleiten den Donner und Regensturm. Auch ein besonderes Erlebnis. 
Morgens, Affen sind beim Frühstück nicht gern gesehen, genügt es Rolf einmal in die Hände zu klatschen und die gesamte Affenbande stürmt in wilder Panik davon. So einfach hat er noch keine Affen vertrieben! 

Wieder große Elefantenherden und ein Büffel traut sich mittenmang ans Wasser. Mutig! 

Elefantenpool, dicht gedrängt, da passt nichts mehr dazwischen. 

Auf dem Weg zur Kennedy Pan, wo wir die nächste Übernachtung gebucht haben, Stopp an der Makwa Pan, unser Ziel für den übernächsten Tag. Nicht sehr einladend. Der Wassertank ist leck, rundum Feuchtwiese. Die Sanitäranlagen desolat. Einzig eine Spotted Bush Snake scheint sich hier wohl zu fühlen. 

Unsere Küche im Kennedy Camp mit einem Kanonenofen; voll funktionsfähig. Die Anlage ist gut in Schuss. Für Sauberkeit und das Wichtigste, allzeit heißes Badewasser, sorgt der Attendant Salomon. 

Da hier alles so propper ist und wir einmal mehr interessante ganz-nah Begegnungen mit Elefanten  haben, bleiben wir länger und verzichten auf die Übernachtung im sumpfigen Makwa Camp. 

Ein aufmerksamer Uhu. 

Turtelnde mehr als 1 Meter lange Warane. 

Zwei Kronenkraniche, stellvertretend für die vielen verschiedenen Vögel, die uns begegnet sind. Neben bunten Papageien und allerlei hübschen kleinen Vögel auch die großen Trappen, auf einem hohen Busch nistende Sekretäre, Hammerköpfe, Grounded Hornbills, verschiedenste Storcharten, Ibisse usw. Besonders ihre ganz individuellen Stimmen bzw. Rufe haben unsere Aufmerksamkeit eingenommen.

Ein Höhepunkt jeder Safari... Löwen. 

Diese beiden Damen lagen unter der Makwa Plattform, wo wir eigentlich übernachten wollten und von der sumpfigen Wiese abgeschreckt wurden. Hmmm.

Als wir aufbrechen, um den Park nach einer wunderschönen erlebnisreichen Woche zu verlassen, treffen wir diesen lustigen Ranger. Als ich ihn frage, wo denn seine Gäste sind, antwortet er mir:
"Oh, it's Corona, social distance. I'm driving and my clients are walking" 
Großes Gelächter. Typisch für die stets gut gelaunten Zimbabwer. 

Weltkukturerbe Matopos! Eine Landschaft, wie im Märchen. Große Felsen, hingewürfelt wie Spielsteine, prägen die Landschaft. Die Sonne taucht alles in liebliches Licht. 

Da wundert man sich, dass der Fels nicht 'runterpurzelt. 

Die Heimat von Panterschildkröten. 

Mit Mr. Brouwn, dem Caretaker, der bereits seit vielen Jahren den Platz an der Big Cave betreut haben wir über seine und die politische Situtation im Zimbabwe gesprochen. Es besteht offenbar wenig Hoffnung auf eine Verbesserung seiner Verhältnisse bzw. auf eine positive Entwicklung des Landes. 

Zin Maisiri 
Nachdem wir mit Zin Maisiri seit einigen Jahren in Kontakt sind, haben wir ihn jetzt persönlich kennengelernt und in seinem Atelier besuchen können. Erstmals sind wir auf Zin und seine Bilder vor Jahren in Namibia aufmerksam geworden. Wir waren von seinen Werken spontan begeistert. Die intensiven Farben seiner Bilder und die Art und Weise, wie er das afrikanische Leben mit aller Lebensfreude aber auch Gesellschaftskritik auf die Leinwand bringt, gefielen uns. Über das Internet waren wir in gutem Austausch und konnten Objekte kaufen und schicken lassen. Mittlerweile hat sich neben uns rund um Hildesheim eine große Fangemeinde gebildet. 
Nur mit ihm zur gleichen Zeit am selben Ort waren bisher nicht. Umso größer war nun die Freude ihm und seiner Familie zu begegnen. 

Ein abstraktes Bild, zu dem er uns ausführlich seine Intension geschildert hat. 

Darstellungen von Tieren, insbesondere Elefanten, und außergewöhnliche Formate hat er im Portfolio. Wir haben Einiges im Gepäck. 

Seine Frau und eine Verwandte haben einen winzigen Bereich im ohnehin schon kleinen Atelier, wo sie hübsche Taschen und allerlei Accessoires für den Craft Market in Windhoek, Namibia herstellen. 
In diesem Tagen ist es übrigens "saukalt", daher tragen alle dicke Kleidung. Es gab einen Temperatursturz von 20 Grad. Vorboten der Regenzeit. 

Harare, die Hauptstadt, begrüßt uns mit blühenden Jacarandabäumen. Leider ist die volle Blüte bereits vorbei. 

Für die nächsten 3 Tage beziehen wir Unterkunft im Gästehaus einer Freundin.
Wir werden die Zeit in Harare nutzen, um unsere Bildhauer zu besuchen. 

Unterwegs in Harare. 

Hier pulsiert das Leben. 

Vielfältige Angebote, die lautstark an Mann oder Frau gebracht werden. 

Tsindi Art Galerie an der Airport Road in Harare. Etwa 30 Bildhauer arbeiten hier. Angrenzend, und das ist eine Weiterentwicklung des Platzes, der Ausstellungbereich. 

Jeder Künstler hat einen eigenen Bereich. Hier der Platz von Godfrey Matungamidze. 

Wir finden immer wieder interessante Objekte. Dieses hier aus yellow Dolomite von Luckmore Josef ist eins von.... vielen... 

Tengenenge Art Center
Der Ursprungsort der zimbabwische Bildhauerei. Weitab, ländlich gelegen. Hierher kommen nur Insider. Damit sich das ändert, ist eine Menge in Bewegung, allerdings nicht nur Gutes, aber davon später... 

Viel Landschaft rund herum. Eine Grundschule ist nur knapp 2 km entfernt. Viele Bildhauer haben angrenzend an das Dorf einen kleinen Plot, auf dem sie Mais oder Tabak anbauen... von der Kunst allein kann niemand leben. 

Rohsteine, wie der Springstone oder black Serpentine werden in der angrenzenden Mine abgebaut. 

Das ganz Dorf ist Ausstellungbereich. 

Sowie Arbeitsplatz. 

Der Bildhauernachwuchs! 

Tengenenge wurde vor kurzem als historisch erhaltenswerter Ort von der Nationalgalerie Zimbabwes, Harare, übernommen. 
Der Ort wurde von dem Farmer Tom Blomefield gegründet, später an einen bekannten Bildhauer des Landes verkauft. 

Empört hat uns, dass der vormalige Besitzer Tengenenges vor Übergabe an die Nationalgalerie schnell noch 'mal das Museum leer geräumt hat. Da er keinen Profit oder nicht ausreichenden Profit aus dem Dorf ziehen konnte, meinte er die Kunstwerke, unter ihnen Werke der ersten Generation der zimbabwischen Bildhauer, für sich persönlich beanspruchen zu können. 
That's Afrika! 

Abschied nach intensiven Tagen in Tengenenge mit Aussicht ins Land.
Links am Bildrand die grob gehauene Skulptur, in der die Urne mit Tom Blomefield steht. 

Nächste Station:  Chitungwiza; Township von Harare. Besuch bei Tago und Daina, die sich riesig über Marinas Geschenk freuen. Endlich ist das Portrait der beiden angekommen. Nach einigen tausend Kilometern unserer Reise durch Afrika! 

Tago und Daina haben ein bescheidenes Haus in Chitungwiza. Hier leben geschätzt 1,3 Millionen Menschen - ohne zuverlässige Wasserversorgung. Strom gibt es, aber auch immer 'mal wieder Stromausfälle, die tagelang andauern können. Teerstraßen gibt's nur wenige, die "Feldwege" sind abenteuerlich und bestenfalls nur am Tage befahrbar. 
Tago hat vor kurzem einen Tiefbrunnen bohren lassen und die Familie ist sehr glücklich, jetzt gutes Trinkwasser auf dem eigenen Grundstück zu haben. Vorher mussten sie zu öffentlichen Wasserstellen oder per Tankwagen einen Tank befüllen lassen. Jetzt können sie sogar den Nachbarn noch etwas Wasser abgeben. 
Wie gut, dass bei uns das Trinkwasser einfach aus der Leitung kommt. 
Die kleinen Grundstücke sind fast alle "gut gesichert". Man hat wenig, doch es gibt viele die noch weniger haben! Unseren Toyo haben wir auf den winzigen Platz vor dem Haus gezwängt und Tagos Sohn John hat seinen Kleinwagen noch daneben gestellt. Da die Familie uns John's Zimmer überlassen hat, hat er im Auto geschlafen und gleichzeitig aufgepasst. Und das trotz Mauer rundum und verriegeltem Tor. 
Auch so etwas, kann man sich "bei uns" kaum vorstellen. 

Die Ladys! 
Bertha, die Tochter engagiert sich in einer Gruppe, die Teeniemütter betreut. Sie lernt fleißig Deutsch und würde gerne für 3-6 Monate als Aupair nach Deutschland. Länger kann sie nicht weg, da sie auch Sängerin in einer Gospelgruppe ist. 

Besuch im Chitungwiza Art Center. Wir freuen uns sehr, dass Perlagia dazu kommt und uns einige ihrer neuen Werke präsentiert. Ihre abstrakten Skulpturen sind großartig. 

Neben interessanten Skulpturen haben wir eine Auswahl verschiedener Rohsteine in ganz besonderer Form im Gepäck. 

Und auch 'mal etwas Lustiges! 
Handwerklich hervorragend gearbeitet, aus einen Stück Springstone, dem härtesten Stein. 


Sag' nichts Schlechtes, 
Hör' nichts Schlechtes, 
Sieh'nichts Schlechtes und
.... 

Das sich der Künstler, der übrigens der Chef der Kooperative ist, dabei gedacht. 

Ein wunderbarer Skulpturengarten an der Airport Road in Harare. 

Werke großer Meister. 
Edward Chiwawa. 

John Takawira. 

Eine hervorragende Sammlung von Skulpturen aller namhaften Bildhauerinnen und Bildhauer Zimbabwes.
Auch unser Freund Tago Tazvitya ist vertreten. 

Die Kulturbeauftragte der deutschen Botschaft in Simbabwe lädt ein zum musikalischen Abend. Wir dürfen dabei sein. 

Die Rockwood Foundation unter der Leitung von Bastian Müller-Muehlinghaus. Ein weitläufiges Anwesen mit unglaublich viel Potential dem Stifungszweck, der Förderung Kunstschaffender in Zimbabwe, gerecht zu werden. 

Zum Einzug ins neue Domizil bringen wir als Begrüßungsgeschenk einen Salzkegel aus Sambia mit. 

Informelle Gespräche in lockerer Atmosphäre. 

Einweihungsparty auf der Rockwood Hazienda. 

Nach sehr schönen Tagen bei Bastian und seiner Familie machen wir uns auf zur "Rückreise". 
Mit viel Gepäck in den Koffern und weiterem, welches demnächst in Containern verladen und in einigen Monaten bei uns in Hildesheim eintreffen wird. 
Da unser Ersatzreifen gestern reichlich Luft verloren hat Zwischenstopp bei Sithole, der seinen sonntäglichen Kirchgang für uns unterbricht und den über Nacht reparieren Reifen aushändigt. Alles zimbabwisch unkompliziert! 

Gweru, Antilope Park, die Sonne versteckt sich, regnerisch, doch nicht so bitterkalt wie vor 14 Tagen. 

Stopp bei Zin Maisiri und Familie. Herzliche Begrüßung im Atelier wie bei alten Freunden.  

Im Gepäck haben wir viele tolle Bilder, auf die ihr euch freuen könnt. 

Traditionelle Rundhütten in Matopas, einem unserer Lieblingsplätze. 

Die Landschaft ist einfach zauberhaft und Handy Empfang hat man nur auf dem Berg beim Sundowner ;) 
Keine Menschenseele weit und breit; die Stille wird vom Rauschen des Windes oder Vogelgezwitscher getragen. 

Die Strecke von Bulawayo nach Hwange hatte es in sich! 

Zuerst ein kleiner Crasch in Bulawayo. Bei uns nur ein verbogenes Blech am Bullbar, bei dem Kleinwagen mehr. Aber niemand verletzt oder verschreckt. Wir konnten den Sachschaden in weniger als 10 Minuten mit 200 USD auflösen, bevor eine größere Menschenmenge auflief. 

Dann noch eine Reifenpanne auf dem weiteren Weg.  Kein Glückstag! 

Aber dann.... 

Auf das Eselgespann sind wir in Lupane, wo es außer einer großen Universität an der Hauptstraße nur verschlafenes dörfliches Leben gibt, getroffen. Wir haben die Esel gleich mal für Buller&Bü posen lassen (siehe Aufkleber am Geschirr). 

Und in diesem Nest hat man uns den Reifen repariert, den Bullbar geschweißt und lackiert, zwei verschwundene Hölzer für unsere Campingliege gezimmert und uns in verschiedene Werkstätten geführt. Das war ein erfolgreicher und interessanter Ausflug. 

Reifenwechsel geht ruck zuck. 

Und die Reparatur fast ebenso schnell. 

Nebenbei wird der Bullbar geschweißt und mit dem Tischler besprochen, was an unserer Campingliege ersetzt werden muss. 

Und weil gerade ein Regenschauer herunter kommt, flüchte ich in die Maismühle. Der junge Müller ist stolz darauf, der Eigentümer zu sein und er zeigt mir seine verschiedenen Maschinen. Natürlich auch Fotos seiner Frau und seines kleinen Kindes! Zwischendurch kommt ein Kunde hereingesaust, er braucht Hühnerfutter. 

Ein erfolgreicher und interessanter Stopp in Lupane... und das nicht in der Universität! 

Die Regenzeit kündigt sich an. Tagsüber brüllend heiß. Dicke Wolkentürme bauen sich auf und manchmal gibt's ein  Gewitter. Der große Regen lässt jedoch nich auf sich warten. 

Zum Abschied von der Wildnis noch einmal eine Fahrt durch den Hwange Nationalpark. Im Bushcamp Deteema zünftiges Bushfrühstück mit Blick auf die Wasserstelle. Abends kommen  mehrere Elefantengruppen durstig herangestürmt. Sobald sie sich erfrischt und ihren Durst gestillt haben, ruhen sie an Ort und Stelle. Ein unglaublicher Anblick. Wie eingefroren steht dann die gesamte Herde still. 

Sinematella, das Camp mit der wohl reizvollsten Aussicht im gesamten Park scheint dem Untergang geweiht. Auf einer Anhöhe liegend erlaubt es den Blick in die weite Ebene der Savanne. Vorbei ziehenden Büffelherden, Zebras, Antilopen und Elefanten können vom Camp aus beobachtet werden. Zahlreiche kleinere Tiere, wie Mangusten, Rockdessies, Eidechsen und zahlreiche farbenfrohe Vögel sind hier zuhause. 
Die ehemals weitläufige touristisch gut ausgebaute Anlage ist in Trümmern; das Personal auch nicht motiviert, das noch Erhaltene zu pflegen. Dafür gibt es viele Gründe... 
Unser Feuerholz müssen wir uns selber holen und in den Toiletten haben sich Frösche häuslich eingerichtet. Ein Jammer! 

Nach ein paar schönen Tagen in Deteema und trotz allem im Sinematella wollen uns diese großen Burschen nicht vorbei lassen. Wir treten den Rückzug an und warten, bis die den Weg frei geben. 

Dieser gewaltige Baobab wächst in Victoria Falls. Er hat einen Stammumfang von 18 Metern und soll 1000 bis 1500 Jahre alt sein! Zurzeit sind die Baobabs belaubt, blühen und gleichzeitig wachsen die pelzigen ovalen Früchte heran. Das haben wir noch nicht so oft gesehen. Meistens begegnen uns diese Baumriesen knorrig, kahl und ohne jegliche Blätter und Blüten. Nur die Früchte reifen länger heran und zieren diese ganz besonderen Bäume. 

Unterkunft in Vicfalls wieder im bequemen N1 Hotel. Wir beziehen unser - angestammtes - Camp auf der Wiese am Pool und genießen alle Annehmlichkeiten des Hotels. 
Vorbereitungen für die Rückreise. Gepäck ordnen und verstauen, PCR Test organisieren, den Toyo aufräumen und von innen putzen, Listen anfertigen mit Dingen, die für die nächste Reise benötigt werden, Reparaturaufträge notieren und Vieles, was wir nicht mehr benötigen aussortieren und an den  fleißigen und umsichtigen Attendant des Camps verschenken. 
Zwischendurch immer wieder Abkühlung im Pool. tropische Temperaturen! 

Lecker essen und... 

trinken!  In der Brauerei gibt's leckeres Craft Beer und raffinierte kleine Snacks. 
Außerdem ist sie ein Treffpunkt für Lifemusik. 

Und gleich gegenüber das Kultrestaurant "Three Monkeys". 
Victoria Falls ist eben ein Touristenort, auch wenn es zurzeit wenig Reisende gibt.

Nach harmlosem PCR Test und zügigem Grenzübergang nach Zimbabwe, abends dramatischer Himmel in Livingstone. 
Blitz, Donner und Sturmböen. Nur kein Regen! Alles wartet hier sehnsüchtig auf ergiebige Regenfälle. Mittlerweile reihen wir uns in die Wartenden ein. Brüllend heiß, kurz davor zu regnen und dann kommt eine Windboe und pustet alle Regenwolken wieder weg. 

Waterfront; hier waren wir in den letzten 3 Monate 3 mal! Tolles Camp direkt am Sambesi. Der Pizzabäcker serviert Krokodil-Pizza, sehr lecker. Krokodil schmeckt ähnlich wie Hühnchen, ist allerdings viel saftiger. 

Einkauf im Supermarkt für unseren letzten Urlaubstag in der komfortablen Kayube Lodge. Hier schließt sich der Kreis unserer Tour. 
Doch mussten wir nach 7600 Kilometern durch Zambia, Botswana und Zimbabwe mit dröhnend lauter Weihnachtsmusik, bei geschätzt 35 Grad Außentemperatur am frühen Morgen, verabschiedet werden?! 
Das kann man nur mit Humor nehmen und laut mit singen. 

Chisarai Zvakanaka! 
Danke an alle, die unsere Reise in den letzten drei Monaten verfolgt haben. 
Es gibt noch einen kleinen Zuschlag, das Resümee auf der Startseite. Das allerdings erst, wenn wir auf auf der Rückreise sind. 
Bye, bye 
Tina und Rolf